Kategorie: Wirtschaft

Donnerstag, 25. September 2008

Steigern Sie die Rendite des Unternehmens um 170 Prozent!

“Schaffen Sie Werte.”
Ich weiß nicht, wie oft ich es schon gesagt habe. Nun werde ich nur noch auf diese Studie verweisen und schweigen. :-)
Die Zeitschrift Harvard Business Manager hat in einer auf 9 Jahre angelegten Studie nämlich herausgefunden, dass Werte die Rendite um 170 Prozent erhöhen.
“Sich öffnen, Vertrauen statt Kontrolle und sich voll einbringen” sind an den Top-Positionen.

Mein Fazit:
Wenn die Führungsetage es dann noch schafft, aus Mitarbeitern “Mitunternehmer” zu machen, dürften die Unternehmen in Zukunft noch erfolgreicher werden.

Viel Erfolg!


Montag, 22. September 2008

Fehler

Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Was den meisten Menschen auf Anhieb sehr logisch erscheint, wird in Deutschland meist unter den Teppich gekehrt. Die Fehlerkultur in unserem Land lässt zu wünschen übrig. Oder?

Roland Panter fragt dazu
Wie kann man diese [Fehler] bestimmen? Gibt es eine Fehlerhierarchie?
und Sie dürfen antworten.


Mittwoch, 04. Juni 2008

Karriere ohne Personalführung

Na bitte, der Trend setzt sich zunehmend durch: Fachkarriere ohne Personalführung!
SAP, Bayer, Siemens oder Volkswagen forden aktiv die Fachkarriere von Menschen, die nicht (mehr) bereit sind, zu führen.

Kein Wunder, oder?

Immer noch ist es der Klassiker: Muss die Position der Führungskraft neu besetzt werden, so sucht man zunächst in den eigenen Reihen.
Wen nimmt man? Den oder die Beste des Teams.
Welche wahnwitzige Idee, dass ein guter Verkäufer auch eine gute Führungskraft ist!

Bei der DekaBank in Frankfurt machen rund 700 der 2900 deutschen Mitarbeiter Fachkarriere, eine Zahl, die beeindruckt.

Wer es jedoch bis ganz nach oben auf der Karriereleiter schaffen will, der wird auch weiterhin nicht um Personalführung herum kommen.


Mittwoch, 12. März 2008

Coaching von Top Managern

Wie sehr Manager inzwischen Hilfe bei der Lösung ihrer Alltagsaufgaben wahrnehmen, zeigt die Befragung von Personalmanagern und Topmanagern: In 66 Prozent der befragten Unternehmen sind schwierige Führungs- und Managementsituationen der Anlass dafür, dass Führungskräfte ein Coaching in Anspruch nehmen. Jedoch ist Coaching kein exklusives Tool für das Topmanagement – die Mehrzahl der befragten Unternehmen bietet Coaching auch Führungskräften der oberen und mittleren Managementebene an.
Dies sind die Ergebnisse der Studie „Coaching von Top-Managern“, die die Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit dem Harvard-Businessmanager durchgeführt hat. Im Rahmen der Studie wurden Topmanager und Personalverantwortliche aus deutschen Konzernen und dem Mittelstand befragt. 201 Fragebögen wurden ausgewertet und analysiert.

weiter ...


Mittwoch, 20. Februar 2008

Datenschützer unter Verdacht

Jetzt ist Bayerns oberster Datenschützer Karl-Michael Betzl in das Visier der Steuerfahndung geraten, angeblich fand man bei ihm Bankunterlagen aus Liechtenstein mit den Namen und Daten deutscher Steuersünder.
Verwunderlich, war er es doch, der 2006 bei Amtseintritt sagte: „Ich möchte gerne, dass die Leute sagen: My home is my castle, mein Zuhause ist mein Reich - und das geht den Staat nichts an. Und wenn Du, Staat, etwas darüber wissen willst, dann musst Du schon eine wirklich gute Begründung dafür haben.“ Das seine Frau angeblich beim BND arbeitet, ist sicher auch nur Zufall?!
(Es gilt allerdings bei beiden Personen die Unschuldsvermutung!)

Spannender als jeder Krimi…

Aktuelle Infos zu Betzl… Fortsetzung folgt.


Samstag, 03. November 2007

Reden wir über Erfolge!

Auszüge der Rede von Klaus Wowereit am 1.11.2007 auf dem Industrieforum am 1. November 2007

Es ist an der Zeit, dass wir über Erfolge reden.
Was sind das für Unternehmen, die erfolgreich auf den Märkten der Welt unterwegs sind, teilweise sogar als Weltmarktführer?

Denken Sie an das BMW-Motorradwerk in Spandau, an die Motorenproduktion von Daimler in Marienfelde, an den Rasierklingen-Hersteller Gillette und an den mit 14.000 Beschäftigten immer noch größten Berliner Arbeitgeber im Bereich der Industrie, die Firma Siemens mit ihren weltweit gefragten Gasturbinen und vielen anderen erfolgreichen Produkten. Oder: Denken Sie an Pharma- und Chemieunternehmen wie Bayer-Schering und Berlin-Chemie (und demnächst auch Pfizer). Das waren die großen, die bekannten Namen.

Aber es gibt auch eine Menge “hidden champions” in Berlin, kleine Unternehmen, die in ihrem Segment Marktführer, oft auch Weltmarktführer sind: Firmen wie Burmester mit ihren unschlagbaren High End Anlagen, wie Gerb Schwingungsisolierungen, die weltweit Bauwerken die notwendige Stabilität gibt, wie FMB Feinwerk- und Messtechnik, die Berliner Seilfabrik, Berlin Heart, Biotronik Herzschrittmacher und die Pharma-Firmen Jerini und Dr. Mann Pharma.
Diese Firmen sind zwar nicht in aller Munde, aber auf allen Märkten der Welt. Darauf kommt es an.

Eine beeindruckende Entwicklung im Mittelstand hat der Schienenfahrzeug-Produzent Stadler aus Pankow genommen, der gerade erst einen Großauftrag über 45 Straßenbahnen für Graz erhalten hat. Jeder hier im Raum könnte diese Liste mit Berliner Erfolgsgeschichten noch weiter fortsetzen.

Die deutsche Hauptstadt ist ein wettbewerbsfähiger und dynamischer Produktionsstandort mit hohen Qualitäten.
Es war richtig, in den 90er Jahren um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Genauso wichtig war es aber auch, einen Humus für Neues auszubreiten.

Ein Beispiel sind die Gründerzentren. Gerade vor wenigen Tagen konnte ich beim zehnjährigen Bestehen des Ost-West-Gründerzentrums (OWZ) in Adlershof dabei sein, einem von 25 Technologie- und Gründerzentren und Innovationsparks, die in den 90er Jahren in Berlin entstanden sind. Über 100 technologieorientierte Unternehmen haben das OWZ bereits als Sprungbrett in eine erfolgreiche Zukunft genutzt. Darunter sind viele kleine, aber es sind auch große, global agierende Unternehmen dabei, denen das OWZ dazu verhilft, in Berlin Fuß zu fassen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Zum lebenswichtigen Humus für innovative Unternehmen gehört die systematische Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof mit seinen chinesisch anmutenden Wachstumszahlen ist für viele sicherlich das Paradebeispiel. Der innovative Funke springt schon seit Jahren von der Forschung auf die Produktion über. Und langfristige Entscheidungen zahlen sich aus, wie die Ansiedlung der Naturwissenschaften der Humboldt-Universität, das Werben um die Ansiedlung außeruniversitärer Forschungsinstitute und von Unternehmen sowie der Ausbau als Medienstandort.

Aber, so sehr wir alle vom Modell Adlershof überzeugt sind, es gibt in der Stadt noch viele andere gute Beispiele für ein enges Miteinander von Wirtschaft und Wissenschaft, z.B. den biomedizinischen Campus Buch, die enge Kooperation von Forschung und technologieorientierten Unternehmen auf dem Campus der FU und in ihrer Nähe, die auf Technologietransfer ausgerichteten Aktivitäten der TU Berlin, der Innovationspark Wuhlheide, oder auch neue Initiativen wie das Projekt “Innovation Habitat” an der Universität der Künste. WISTA leistet dabei aktive “Geburtshilfe” und trägt dazu bei, die Idee des Technologieparks von der Peripherie ins Zentrum der Stadt zu transportieren.

Gesamter Text


Freitag, 02. November 2007

Gründungskultur in Deutschland

Die High-Tech-Initiative der Bundesregierung erhebt die Förderung eines Gründungsklimas im Wissenschaftssystem gar zu einem strategischen Ziel der bundesrepublikanischen Forschungspolitik. Die Förderlandschaft sieht entsprechend bunt und vielfältig aus: “Pakt für Forschung”, “High-Tech Gründerfond”, “Initiative Partner für Innovation” oder Förderprogramme wie “Go-Bio”. Selbst aus der Exzellenzinitiative erhofft man sich Impulse für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Alle diese Maßnahmen stellen Versuche des Bundes und der Länder dar, im deutschen Forschungsalltag mehr “unternehmerisches Denken” zu etablieren. Das Gründungsgeschehen soll in und um die Hochschulen angeregt werden. Nicht wenige der Technischen Hochschulen ziehen mit und haben sich das Attribut “unternehmerische” Universität zugelegt um anzudeuten, hier wird “entrepreneurial science” betrieben.

Doch es tut sich wenig: Das zählbare Ergebnis dieser “entrepreneurial science” fällt enttäuschend aus. Seit das Hochschullehrerprivileg 2002 gefallen ist und die Hochschulen Patente selbst anmelden und verwerten können, ist deren Zahl zwar gestiegen, sie bleibt aber verschwindend gering. Alle Hochschulen in Deutschland meldeten 2006 zusammen 645 Patente an, alleine die Siemens AG schaffte knapp 1500 im selben Zeitraum. Die außeruniversitäre Forschungslandschaft ist hier viel weiter. Die Max-Planck-Gesellschaft verfügt schon seit Jahren über eine professionell arbeitende Patentverwertungsgesellschaft.

Gesamter Text


Die Schwartauer Werke sind auf Trab

Wer regelmäßig Obst und Gemüse isst, beugt Herzkreislauferkrankungen vor. Welche sekundären Pflanzenstoffe es sind, die diesen Effekt haben, und wie sie in Kombination noch besser wirken, erforscht ein Kooperationsprojekt der Kieler Universität und der Schwartauer Werke.

Ziel ist es, einen Fruchtsaft zu entwickeln, der vor diesen Erkrankungen schützt. Das gemeinsame Forschungsprojekt von Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt das HWT-Programm des Landes Schleswig-Holstein mit 120.000 Euro. Innovationen seien für die Zukunft der Schwartauer Werke bedeutsam, so Geschäftsführer Heinz von Kempen.

Nach einer Wachstumsschwäche im Jahr 2004 habe Schwartau eine Innovationsoffensive gestartet und ein Jahr später neue Konfitüren herausgebracht. „Das hat sich 2006 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum niederschlagen.“ Auch für dieses Jahr rechnet von Kempen mit einem zweistelligen Wachstum. Grund sind unter anderem die neuen Fruchtsaft-Produkte, die seit einigen Monaten auf dem Markt sind: „Sie machen mittlerweile mehr als zehn Prozent des Umsatzes aus.“ In Zukunft wolle das Unternehmen stärker auf derartige Produkte bauen, gerade auf Saft mit Zusatznutzen: „Gesundheitsbezogene Themen rücken immer mehr in den Vordergrund.“ Deshalb sei das Projekt mit dem Kieler Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde so wichtig: „Als mittelständisches Unternehmen mit 800 Mitarbeitern ist die Zusammenarbeit mit externen Forschungsinstituten unerlässlich.“

In dem gemeinsamen Projekt gehe es darum, zu erforschen, wie der gesundheitliche Nutzen der etwa 100000 sekundären Pflanzenstoffe und Antioxidantien durch gezielte Kombination gesteigert werden kann, erläutert Gerald Rimbach, Direktor des Instituts für Lebensmittelkunde. „Der daraus zu entwickelnde Saft soll ein Beitrag zu der Empfehlung fünfmal am Tag Obst und Gemüse zu essen, sein“, so Rimbach. Studien hätten ergeben, dass ein Verzehr von hohen Mengen Obst und Gemüse Herzkreislaufkrankheiten (Todesursache Nummer eins in den Industrienationen) und Krebs (Todesursache Nummer zwei) vorbeugen kann. „Doch die Deutschen verzehren davon immer noch 350 Gramm zu wenig am Tag“, so Rimbach. Die funktionellen Lebensmittel seien ein Wachstumsmarkt, weltweit sei das Wachstum bei 15 bis 20 Prozent. „Mit dem neuen Saft erschließen sich den Schwartauer Werke neue Marktpotenziale“, erklärt der Wissenschaftler.

„Ein Highlight in Schleswig-Holsteins Forschungslandschaft“, sei das Projekt, befindet Hans-Jürgen Block von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein, die zusammen mit dem Wirtschaftsministerium an dem Förderprogramm HWT (Hochschule-Wirtschaft-Transfer) beteiligt ist. Die Ernährungsbranche werde oft unterschätzt. Dabei sei sie die zweitwichtigste Branche im Land, so Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU).
„Die schleswig-holsteinische Ernährungswirtschaft macht einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro im Jahr und beschäftigt 47000 Menschen.“ Das Branchenwachstum in 2006 habe 8,8 Prozent betragen. „Doch gerade in diesem sich schnell wandelnden Markt ist es wichtig, sich stets weiterzuentwickeln“, so Austermann und lobt das „Vorzeigeunternehmen Schwartauer Werke“. Wieso das Land ein starkes Unternehmen noch weiter fördert? „Es geht vor allem darum, die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen, die sonst nicht in dieser Form zustande gekommen wäre.“


Neues Urheberrecht ab 01.01.2008

Ab 1.1.2008 trägt das Urheberrecht wieder ein bisschen mehr dem Einzug des digitalen Zeitalters Rechnung.

Die Neuerungen des “zweiten Korbs” in Kürze:

1. Privatkopien
Nicht kopiergeschützte Werke dürfen weiterhin − auch digital − privat kopiert werden.
Ausdrücklich verboten sind jetzt aber neben dem Kopierverbot für rechtswidrig hergestellte Vorlagen auch private Kopien offensichtlich unrechtmäßig online zum Download angebotener Vorlagen (illegale Tauschbörsen).
Einen Kopierschutz zu knacken bleibt nach wie vor verboten.

2. Pauschalvergütung für die Urheber für Privatkopien
Die an die Urheber verteilte pauschale Vergütung als Ausgleich für Privatkopien bleibt erhalten, allerdings wird die Höhe wegen der rasanten technischen Entwicklung nun nicht mehr per gesetzlicher Festlegung bestimmt sondern soll jeweils zwischen Verwertungsgesellschaften und den Verbänden der Geräte- und Speichermedienhersteller ausgehandelt werden.

3. Neues für Bibiliotheken
Bibliotheken dürfen jetzt ihre Bestände an elektronischen Leseplätzen zeigen. Außerdem dürfen sie auf gesetzlicher Basis Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken auf Bestellung anfertigen und versenden, z.B. per E-Mail.
Allerdings gibt es auch Einschränkungen für diese neuen Nutzungsmöglichkeiten, um den Verlagen den verkauf ihrer Produkte nicht unmöglich zu machen.

4. Verträge bezüglich unbekannter Nutzungsarten erlaubt
Auch noch unbekannte Nutzungsarten dürfen in Verträge zwischen Urheber und Verwerter einbezogen werden.
Diese Novellierung dient auch dem Urheber, dessen Werk so zukünftigen Generationen in neuen Medien zur Verfügung gestellt werden kann.

Text habe ich 1:1 bei Elke(viele Grüße!:-)) “geklaut”, den gesamten Text des Gesetzes lesen Sie hier


Mittwoch, 31. Oktober 2007

Kölner Galerien drohen der Art Cologne

Es droht, wer drohen kann.
Nur so kann die letzte Drohung der 10 Galerien in Köln verstanden werden.

Die Drohung ist handfest und konkret. Die wichtigsten und marktmächtigsten Kölner Galerien drohen der Kölner Messegesellschaft mit dem Rückzug von der Art Cologne. In einem unverhüllten Ultimatum stellen die Galerien nicht weniger als zwölf Forderungen auf, an die sie die Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit knüpfen, andernfalls „sind wir es unserem Ansehen und Geschäft schuldig, es vielen anderen wichtigen Galerien gleichzutun und in naher Zukunft auf eine Teilnahme an der Art Cologne gänzlich zu verzichten.“

So müsse die Art Cologne wieder „Chefsache“ werden, mehr Profil gewinnen und Priorität vor der Cologne Fine Art und der Art Cologne Mallorca erhalten. Die Messe bedürfe eines internationalen Galeriebeirats mit weitreichenden Entscheidungskompetenzen, müsse aber auch personell besser ausgestattet werden.

Dass die Galerien dabei in der Sprache des Krisenmanagements einen „Maßnahmenkatalog“, „Präzisierungen“, eine „qualifiziertere Betreuung“ und „gezieltere Akquise“ verlangen, deuten Beobachter als harsche Kritik an Gérard Goodrow, dem künstlerischen Direktor der Messe, und seinem bisherigen Führungsteam. Ob das Ultimatum zu Umdenken und Kompromissen führt oder ob der Bruch zwischen Galerien und Messe bereits endgültig ist und womöglich in Gegenprojekte wie in München mündet, scheint im Moment offen. Eine rasche und harmonische Einigung verheißt das Papier allerdings nicht.

Wie wäre es mit einer Wirtschaftsmediation?

Das artnet Magazin dokumentiert den offenen Brief vollständig im Wortlaut:

Die Art Cologne hat in den letzten Jahren einen herben Bedeutungsverlust erlitten.
Die Berufung eines künstlerischen Direktors (2003), die Entwicklung von Open Space (2005) und auch die Terminverlegung in das Frühjahr (2007) haben den Niedergang nicht entscheidend aufhalten können. Im Gegenteil: als Kölner Galerien, die wir ein zeitgenössisches Programm auf den internationalen Messen vertreten und sich um ihren Standort bemühen, ernten wir bei unseren internationalen Kolleginnen und Kollegen nur bedauernde Ablehnung, wenn wir versuchen, sie zu einer Teilnahme an der Art Cologne zu bewegen.

Mit dem Ausflug der Art Cologne nach Mallorca wurden uns die letzten Möglichkeiten einer glaubwürdigen Vertretung genommen. Statt sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und den neuen Messetermin zu festigen, wurden Energien und Zeit mit dieser fragwürdigen Veranstaltung verschwendet. Nun folgt die Cologne Fine Art auf den Fuß. Es ist fahrlässig, dass seit der letzten Art Cologne im April 2007 keine Anstrengungen für eine verbesserte Art Cologne im kommenden Jahr unternommen wurden.

Mit unseren internationalen Kolleginnen und Kollegen vermissen wir ein schlüssiges Konzept und eine klare Positionierung der Art Cologne in einem dynamischen Kunst- und Messemarkt. Wir sind gemeinsam der Überzeugung, dass die Potenziale für eine international bedeutsame Kunstmesse in Köln nach wie vor gegeben sind. Allerdings erfordert dies endlich die Bereitschaft zur kritischen Bestandsaufnahme, eine Offenheit für externe Beratung und den Willen zur deutlichen Veränderung.

Die unterzeichneten Galerien fordern die Direktion der Koelnmesse auf, umgehend Maßnahmen einzuleiten, die geeignet sind, die Art Cologne wieder international konkurrenzfähig zu machen und ihr den Stellenwert zurückzuerobern, der ihrer Tradition und dem Kunststandort Köln gerecht wird. Die unterzeichneten Galerien sind im Rahmen eines überzeugenden Konzepts zu jeder Form der konstruktiven Zusammenarbeit bereit. Dies ist unser Angebot. Andernfalls sind wir es unserem Ansehen und Geschäft schuldig, es vielen anderen wichtigen Galerien gleichzutun und in naher Zukunft auf eine Teilnahme an der Art Cologne gänzlich zu verzichten.

Wir fordern im Grundsatz:
Die Art Cologne muss wieder „Chefsache“ werden und erste Priorität haben vor der Cologne Fine Art und der Art Cologne Mallorca.

Für die Art Cologne muss in Zusammenarbeit mit kompetenten, externen Beratern ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt werden, das den veränderten Bedingungen des internationalen Kunstmarkts gerecht wird und auf diesem Markt ein klares und konkurrenzfähiges Profil der Art Cologne zeichnet.

Es muss ein internationaler Galerienbeirat etabliert werden, der mindestens alle sechs bis acht Wochen tagt und Einfluss nimmt auf die Gestaltung der Art Cologne.

Dafür muss das Team der Art Cologne innerhalb der Koelnmesse so aufgestellt werden, wie es dem Geschäftsfeld einer internationalen Kunstmesse entspricht und in personeller Hinsicht wie auch in seinen Kompetenzen und Mitteln angemessen ausgestattet werden.

Auf der Basis eines eindeutigen Profils muss ein Maßnahmenkatalog zur gezielten, qualitativen Verbesserung des Teilnehmerfeldes erarbeitet und umgesetzt werden.

Das aktuelle Teilnehmerfeld muss zugunsten einer sukzessiven Qualitätssteigerung weiter reduziert werden.

Den Umzug in neue Hallen und eine Aufplanung, die einer zeitgemäßen Präsentation gerecht werden. Dazu gehört eine Optimierung des gesamten Erscheinungsbilds – Werbemittel, Marketing, Ausstellungsarchitektur, VIP-Lounges, Gastronomie.

Eine Präzisierung der Veranstaltung durch eine klare Aufteilung der Bereiche der Klassischen Moderne, der etablierten zeitgenössischen Kunst. Der Open Space für aktuelle junge Positionen soll eine eigene Halle bekommen. Eine qualifizierte Betreuung der einzelnen Bereiche durch kompetente Mitarbeiter.

Die Galerien müssen wieder ins Zentrum der Messe gestellt werden. Auf Lückenfüller wie Sonderschauen, Institutionen, Vereine etc soll verzichtet werden. Stattdessen ist ein attraktives Rahmenprogramm in der Stadt kooperativ zu entwickeln.

Eine qualifizierte und nachhaltige Betreuung der Aussteller und der potentiellen Aussteller über das ganze Jahr zugunsten einer langfristigen Bindung an die Messe.

Eine gezielte Akquise von Sponsoren, die für junge/neue Messeteilnehmer attraktive Konditionen sichern.

Eine qualifizierte Besucherbetreuung und Entwicklung attraktiver Formate für internationale Kuratoren und Sammler.

Wir wünschen der Art Cologne und uns, dass dieser offene Brief, unser Angebot und unsere Forderungen als konstruktiv verstanden, aufgegriffen und umgesetzt werden für eine attraktive und erfolgreiche Art Cologne!

Mir fallen auf Anhieb 1-2 Kooperationspartner ein, mit denen ich sehr gerne dieses Projekt “betreuen” würde…
:-)


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